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Pressemitteilungen

Privatbank Reithinger

Insolvenzverfahren über das Vermögen der
Privatbank Reithinger am 01.11.2006 eröffnet

Hamburg / Bremen, den 11.01.2007 (aktualisiert)

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 14.09.2006 bei der Privatbank Reithinger den Entschädigungsfall für die Einleger verkündet und die Geschäftsleitung Insolvenzantrag stellen lassen. Das Insolvenzverfahren ist beim Amtsgericht Konstanz unter der Geschäfts-Nummer 40 IN 282/06 anhängig; Rechtsanwalt Müller-Feyen aus München ist zum Insolvenzverwalter bestellt worden. Das Insolvenzverfahren ist am 01.11.2006 eröffnet worden. Forderungen der Insolvenzgläubiger können bis zum 05.01.2007 zur Tabelle angemeldet werden. Diese Frist ist mittlerweile bis zum 26.03.2007 verlängert worden. Im Übrigen handelt es sich diesbezüglich um keine Ausschlussfrist; Anmeldungen können auch danach noch vorgenommen werden. Die erste Gläubigerversammlung wird am 01.02.2007 ab 9.00 Uhr in Friedrichshafen stattfinden. Wir werden die Interessen unserer Mandanten dort persönlich vertreten. Termin zur Prüfung der angemeldeten Forderungen ist angesetzt auf den 26.04.2007. Aktuell versucht der Insolvenzverwalter der PBR, Anleger bei Auslaufen der Zinsbindungsfrist zum 31.12.2006 zu einer Umschuldung des Darlehens zu veranlassen. Wir können nur dringend davon abraten, diesem Ansinnen nachzukommen. Nach erfolgter Umschuldung können Sie Ihre Ansprüche auf Schadensersatz o.ä. nicht mehr durchsetzen und diese allenfalls noch zur Insolvenztabelle anmelden. Gegenüber dem Insolvenzverwalter plädieren wir dafür, die Zinskonditionen bis auf weiteres variabel zu vereinbaren und dann in Vergleichsgespräche einzutreten.

Das Bankhaus Reithinger gehört seit September 2002 nur noch der Grundsicherung durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken an. Der Entschädigungsanspruch ist dabei je Kunde auf 90 % der Einlagen und auf den Gegenwert von höchstens 20.000,00 € begrenzt. Geschützte Einlagen sind insbesondere Sparbriefe. Experten schätzen den eintretenden Anlegerschaden auf 50 - 70 Mio. EUR. Anleger, die ihre Fondsbeteiligungen an DBVI-Fonds fremdfinanziert haben und von einer Unwirksamkeit des geschlossenen Darlehensvertrages ausgehen, müssen sich darauf einstellen, die geleisteten Zins- und Tilgungsraten nicht zurück zu erhalten. Die diesbezüglichen Forderungen können aber zur Insolvenztabelle angemeldet werden; die voraussichtliche Höhe der zu erwartenden Quote können weder der Insolvenzverwalter noch wir z.Zt. eine Aussage treffen.

Hahn Rechtsanwälte empfiehlt daher den betroffenen Anlegern dringend, die rechtlichen Möglichkeiten prüfen zu lassen. Die Schließung, Insolvenz und Abwicklung des Bankhauses hat erhebliche Auswirkungen auf die Fonds der DBVI Deutsche Beamten Vorsorge Aktiengesellschaft haben (DBVI GmbH & Co. Deutschlandfonds KG, DBVI GmbH & Co. 2. Deutschlandfonds KG, Beamten-Selbsthilfe in Bayern & Co. 3. Realwert KG, DBVI GmbH & Co. Europapark Rasthof KG, DBVI Leasingfonds u.a.). Wir verweisen insbesondere auf unsere Pressemitteilung zu diesem Thema. Wer bei den Fonds der DBVI AG investiert ist und/ oder die Beteiligung über das Bankhaus Reithinger fremdfinanziert hat, sollte dringend Rechtsrat einholen. Aktuell bemühen sich viele Anwaltskanzleien im Internet um die geschädigten Anleger. Die meisten dieser Kanzleien kennen aber nicht einmal die einschlägigen Sachverhalte genau. Als Anspruchsgrundlage geht es hier nicht um Prospekthaftung, sondern vorrangig - bei Abschluss des Darlehensvertrages durch die Procurator Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - um Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung (Verstoß gegen das RBerG), Einwendungsdurchgriff gem. § 9 III VerbrKrG a.F. sowie Schadensersatz. Nur derjenige, der die erforderlichen Hintergründe kennt und über die erforderlichen Geheimpapiere verfügt (vgl. kmi 35/06 vom 01.09.2006) kann die Anlegerinteressen optimal vertreten. Hahn Rechtsanwälte ist in diesem Bereich bereits seit mehreren Jahren tätig und hat in zahlreichen Fällen außergerichtliche Vergleiche abschließen können. Im Übrigen haben wir mittlerweile eine größere Anzahl von Klagen gegen die PBR und die LBBW in diesem Zusammenhang eingereicht. Die Klageverfahren gegen die PBR sind wegen der zwischenzeitlich eingetretenen Insolvenz des Bankhauses gem. § 240 ZPO zunächst ausgesetzt.

In Frage kommt auch eine Inanspruchnahme der Procurator Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wegen Verheimlichung der kick back-Vereinbarung. Diese hat von den finanzierenden Banken i.H.v. 1 % der vermittelten Beteiligungsfinanzierungen eine Innenprovision erhalten. Wegen ihrer Tätigkeit als Treuhandkommanditistin für die Treugeber hätte sie nach unserer Auffassung diese Zahlung im Propsekt der beiden Deutschlandfonds angeben und die Treugeber darüber aufklären müssen. Hieraus könnten sich Schadensersatzansprüche der Anleger ergeben (culpa in contrahendo bzw. § 280 I BGB i.V.m. § 311 II BGB und aus § 677 BGB). Wir prüfen z.Zt., ob die Einreichung eines Pilotverfahrens Sinn macht.

Zur Prüfung der Erfolgsaussichten bieten wir im Übrigen Betroffenen eine kostengünstige schriftliche Erstbewertung für 250,00 € incl. Auslagen und MwSt. an. Bei Anfragen können Sie gerne unser Kontaktformular verwenden oder eine e-Mail an peter.hahn@hahn-rechtsanwaelte.de senden.

 

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