Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
der Start in den Sommer ist nicht nur wettermäßig enttäuschend – auch für Kapitalanleger sind die Aussichten eher trübe: Mit der Abwicklung der beiden großen offenen Immobilienfonds kommen jetzt – stärker noch als zuvor - auch die Dachfonds unter die Räder, die in offene Immobilienfonds investiert haben. Darauf müssen sich die Anleger einstellen. Dass Schiffsfonds im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Flaute zunehmende Probleme bekommen, hatten wir immer wieder betont, das kommt also für die Leser von hrp aktuell nicht unbedingt überraschend. In den Hintergrund treten diese Probleme allerdings angesichts der Euro-Krise. Im Fokus der Medien stehen derzeit die Griechenland-Anleihen, nicht nur wegen der schlechten Aussichten, sondern auch wegen teilweise haarsträubender Falschberatung. Angesichts der wirtschaftlichen Perspektiven in Südeuropa sollten sich Griechenland-Anleger, die einen nennenswerten Teil ihrer Investition wiedersehen wollen, fachanwaltlich beraten lassen. Falsche Beratung kann dabei für eine juristische Auseinandersetzung ein guter Ansatzpunkt sein!
Viel Spaß beim Lesen!
Peter Hahn, M.C.L. Dr. Petra Brockmann
info@hahn-rechtsanwaelte.de
Die Themen
- Offene Immobilienfonds: Eingefrorene Dachfonds
- Schiffsfonds: Zunehmende Probleme
- Griechenland-Anleihen: Eklatante Falschberatung
- Veranstaltungen: Neue Termine
Offene Immobilienfonds: Eingefrorene Dachfonds
Längst hat die Krise der offenen Immobilienfonds auch die Dachfonds erreicht. Die vermeintliche Risikoabsicherung durch breitere Streuung der Investitionen wirkt nicht mehr. Investierte Anleger hatten aus diesem Dachfonds seit Anfang 2011 rund 200 Millionen Euro abgezogen. Übrig bleiben dann nur noch die 170 Millionen Euro illiquider Anlagen in Fonds, die derzeit abgewickelt werden. Weil daher auch dieser Fonds keinen finanziellen Spielraum mehr hat, musste Allianz Flexi Immo die Rücknahme von Anteilen aussetzen. Dachfonds sind mit ihrem Rücknahme-Stopp übrigens nicht an die Zwei-Jahres-Frist gebunden, es kann daher länger dauern!
Schiffsfonds: Zunehmende Probleme
Fast täglich finden sich im Internet kurze Hinweise auf Schiffsfonds, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden oder kurz vor der Insolvenz stehen. Was geschädigte Anleger wissen sollten: Die Chancen auf Schadensersatz stehen oftmals nicht schlecht. Allerdings muss jeder Fall individuell geprüft werden. Wie und von wem wurde die Anlage vermittelt? Welche Erklärungen wurden im Rahmen der Beratung abgegeben? Wurde ausreichend über Risiken aufgeklärt? Was wurde im Prospekt versprochen? Wurden die Provisionszahlungen für die Vermittlung offengelegt? Die Beratung durch einen erfahrenen Fachanwalt ist dabei unverzichtbar.
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Griechenland-Anleihen: Eklatante Falschberatung
Spätestens vor zwei Jahren muss auch dem letzten Banker und Finanzberater die kritische Situation Griechenlands klar gewesen sein. War es offenbar auch, denn die Commerzbank hat ihren Bestand an Griechenland-Anleihen 2011 von 3,8 auf 1,1 Milliarden Euro reduziert. Noch im April 2011 hat sie jedoch einem Mandanten von Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft griechische Anleihen verkauft. „Ein widersprüchliches Verhalten! Zudem wusste der Kunde nicht, dass es zu einem Totalverlust kommen konnte“, so Fachanwalt Peter Hahn. Viele Medien haben diesen eklatanten Fall von Falschberatung angeprangert.
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Veranstaltungen: Neue Termine
Was Anleger offener Immobilienfonds jetzt tun können, ist Thema der aktuellen Veranstaltungsreihe von Hahn Rechtsanwälte: Verkauf der Anteile am Zeitmarkt, Abwicklung abwarten und/oder Schadensersatzforderungen an die beratende Bank und so weiter. Die nächsten Termine: 6. Juli in Frankfurt, 20. Juli in Stuttgart und 27. Juli in München. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.
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Die nächste Ausgabe von hrp aktuell erscheint am 31. Juli 2012
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Herausgeber: Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft, Bremen / Hamburg / Stuttgart
Redaktion: Dr. Petra Brockmann (verantwortlich), Peter Hahn
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Juni 2012 - 06/2012